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Taufe

Informationen zur Taufe

Taufstein aus Salz

Ihre Kirchengemeinde freut sich, wenn Sie Ihr Kind zur Taufe bringen. Die Taufe ist ein Zeichen für Gottes "Ja"; ein Zeichen für Gottes Liebe zu jedem Menschen.

Das Symbol dafür ist das Wasser: Es ist die Quelle allen Lebens - ohne Wasser kein Leben. Wasser hat aber auch etwas Bedrohliches: im Wasser kann das Leben auch untergehen. So hat das Leben immer zwei Seiten. Da braucht es gute Begleitung durch Gott und durch Menschen. Eltern und Paten aber auch andere Menschen und die Gemeinde gehen mit dem Kind als Wegbegleiter und mit ihrer Fürbitte.

Die Meisten werden bei uns als kleine Kinder getauft. Das ist jedoch kein Muss.

In unserer Landeskirche gibt es auch die Möglichkeit, Kinder im heranwachsenden Alter, etwa vor dem Schulbeginn zu Taufen. Das hat den Vorteil, dass die Taufe für das Kind erinnerbar ist und dass das Kind auch ein eigenes Fest hat. In diesem Fall ist nach der Geburt eine Segnung des Kindes im Gottesdienst möglich.

Wer als Kind nicht getauft wurde, kann sich jederzeit als Erwachsene/r taufen lassen, wenn er oder sie sich der christlichen Gemeinschaft anschließen möchte. Ein sehr passender Ort für die Erwachsenentaufe ist beispielsweise die Osternacht am Ostersamstag. Aber auch jeder andere Taufsonntag ist möglich.

Was bedeuted die Taufe?
Als Taufe wird das Sakrament bezeichnet, durch welches der Täufling in die christliche Kirche aufgenommen wird. Die Taufe wird durch dreimaliges Besprengen mit Wasser vollzogen, und es findet eine Namensgebung statt.
Mit der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Kinder Gottes aufgenommen und darf Gott seinen Vater nennen.

Ist man mit der Taufe automatisch Mitglied einer Kirche?
Ja. Mit der Taufe beginnt die Kirchenmitgliedschaft.

Warum praktiziert die Kirche die Kindertaufe?
Weil die Taufe als ein Geschenk Gottes verstanden werden soll, und nicht als eigener Verdienst. Kleine Kinder können noch nichts zur Taufe hinzutun. Gott beschenkt sie unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Eltern und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend den Glauben für die Kinder zu bezeugen und den Kindern im Heranwachsen zu vermitteln.

Wie alt sollte das Kind zur Taufe sein?
In der Regel wird in den Kirchen innerhalb der ersten sechs Lebensmonate getauft.

Wer hält das Kind bei der Taufe auf dem Arm?
Fragen Sie beim Taufgespräch nach örtlichen Bräuchen. In der Regel dürfen Sie selbst entscheiden, wer das Kind zur Taufe trägt.

Kann mein Kind auch ohne Taufe an Angeboten der Kirche teilnehmen?
Ja. Das ist (bis auf den Empfang der Sakramente) möglich.

Es ist abzusehen, daß mein Kind kurz nach der Geburt sterben wird. Ist es ohne Taufe auf ewig verloren?
Nein, das ist ein Aberglaube. Sie können ihr Kind aber in Notfällen auch gleich nach der Geburt taufen lassen. Ein Pfarrer oder jeder getaufte Christ darf eine Nottaufe vornehmen.

Mein Kind ist behindert. Gibt es eigene Taufformen für behinderte Kinder?
Die Kirche macht keinen Unterschied bei behinderten Kindern. Trotzdem wird der Pfarrer gern auf Ihre besondere Situation eingehen.

Wir sind noch nicht kirchlich getraut. Können wir das mit der Taufe unseres Kindes verbinden?
Ja, das ist in einer gemeinsamen gottesdienstlichen Feier möglich.



Kirchenmitgliedschaft und Taufe

Ich bin in der Kirche. Mein Ehepartner nicht. Können wir unser Kind taufen lassen?
Ja. Ihr Ehepartner sollte jedoch der christlichen Erziehung Ihres Kindes zustimmen.

Wir sind nicht in der Kirche. Können wir unser Kind taufen lassen?
Nein. Sie können nicht das erforderliche Taufversprechen abgeben.

Ich bin in der Kirche. Mein Ehepartner gehört einer anderen Glaubensgemeinschaft an. Können wir unser Kind taufenlassen?
Ja. Ihr Ehepartner sollte jedoch der christlichen Erziehung Ihres Kindes zustimmen.



Kirchenschmuck und Taufe

Wer schmückt die Kirche zur Taufe?
Ein geringer Kirchenschmuck ist in fast jeder Kirche vorhanden. Sprechen Sie beim Taufgespräch darüber, ob Sie gegen eine Gebühr einen besonderen Taufschmuck bekommen, oder selbst für den Blumenschmuck sorgen sollen.

Dürfen wir eigenen Schmuck mitbringen?
In der Regel ja. Fragen Sie beim Taufgespräch nach, wie die Kirche bei einer Taufe üblicherweise geschmückt wird.



Kleidung und Taufe

Was sollen wir unserem Kind zur Taufe anziehen?
Da gibt es örtlich und traditionell unterschiedliche Vorstellungen. Fragen Sie Ihren Pfarrer danach. Ob Sie ein spezielles Taufkleid oder eine festliche Kinderkleidung wählen, bleibt trotzdem Ihnen überlassen.



Name und Taufe

Akzeptiert die Kirche jeden Vornamen meines Kindes?
Nein. Es sollte kein Name sein, der dem christlichen Empfinden fremd ist, oder in seiner Bedeutung den christlichen Lehren widerspricht.



Ort und Taufe

Kann die Taufe in einer Kirche unserer Wahl erfolgen?
In der Regel wird die Taufe in der örtlichen Kirche von Ihrem zuständigen Pfarrer vollzogen. Sollten Sie eine andere Kirche wünschen, müssen Sie mit Ihrem zuständigen Pfarrer darüber reden. Er und die Verantwortlichen der Taufkirche müssen Ihrer Wahl zustimmen.

Können wir die Taufe auch in einem privaten Haus feiern?
In der Regel wird die Taufe in einer Kirche gefeiert. Ausnahmen bedürfen einer besonderen Genehmigung durch die Kirche.



Erwachsenentaufe

Können wir mit der Taufe warten bis unser Kind sich selbst dazu entscheiden kann?
Das können Sie. Achten Sie bei einer solchen Entscheidung aber darauf, daß Ihr Kind trotzdem Zugang zur Kirche und den christlichen Glaubensinhalten erhält. Ihr Kind kann sich später nicht zu etwas entscheiden, das es nicht kennt.

Was ist der Vorteil bei der Erwachsenentaufe?
Die Möglichkeit der bewußten Entscheidung. Weil die Taufe keine magische Handlung ist, sondern immer mit dem Glauben verbunden sein muß, lehnen einige Glaubensgemeinschaften die Kindertaufe ab. Nur Erwachsene können sich ihres Glaubens bewußt sein.

Warum wird in vielen Kirchen die Erwachsenentaufe abgelehnt?
Die Taufe soll als ein Geschenk Gottes verstanden werden und nicht als eigener Verdienst. Kleine Kinder können noch nichts zur Taufe hinzutun. Gott beschenkt sie unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Eltern und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend den Glauben für die Kinder zu bezeugen und den Kindern im Heranwachsen zu vermitteln.



Evangelisch und Katholisch

Gibt es eine ökumenische Taufe?
Nein. Die Taufe erfolgt innerhalb einer Konfession.

Ein Partner ist katholisch, der andere evangelisch. In welcher Konfession sollen wir unser Kind taufen lassen?
Da sich der Taufe die langjährige Hinführung des Täuflings zum Glauben durch Eltern und Paten anschließt, sollte die Konfession des Elternteils, der sich mit dieser Aufgabe am meisten auseinandersetzt, für die Taufkonfession des Kindes entscheidend sein. In der katholischen Kirche gibt es zwar die Verpflichtung, daß der katholische Ehepartner auf eine katholische Taufe und Erziehung des Kindes hinwirken soll. Trotzdem sollten Sie zum Wohle Ihres Kindes die Konfession wählen, in der sich Ihre Familie eher aufhält.

Kann ich mein Kind auch in einer anderen Konfession taufen lassen?
Nein. Die Konfession der Eltern entscheidet über die Taufkonfession.



Fotografieren und Filmen bei der Taufe

Darf ich in der Kirche filmen oder fotografieren?
Offiziell ist das Fotografieren und Filmen in den meisten Kirchen verboten. Reden Sie mit dem Pfarrer beim Taufgespräch darüber. Manche Pfarrer erlauben das unauffällige Filmen mit der Videokamera ohne extra Beleuchtung vom Sitzplatz oder der Empore (Orgelraum) aus. Oft gibt es die Möglichkeit, nach dem Gottesdienst in der Kirche zu fotografieren und zu filmen. Vereinzelt bieten Kirchen sogar einen Audio- oder Videoservice an. Da bekommen Sie nach der Kirche ein fertiges Ton- oder Videoband mit Ihrer kirchlichen Feier.



Geld und Taufe

Was kostet eine Taufe in der Kirche?
Die Kosten sind in Ihrer Kirchenmitgliedschaft enthalten.

Dürfen wir die Kollekte des Gottesdienstes für einen bestimmten Zweck festlegen?
Manche Gemeinden bieten diese Möglichkeit an. Fragen Sie ihren Pfarrer beim Taufgespräch nach den örtlichen Regeln.



Gottesdienst und Taufe

Findet die Taufe im sonntäglichen Gottesdienst der Gemeinde oder zu einem extra Termin statt?
Beide Möglichkeiten gibt es. Viele Gemeinden haben feste Taufsonntage. Fragen Sie bei Ihrem örtlichen Pfarramt / Pastorat.

Können Angehörige und Freunde bei der Tauffeier mitwirken?
Ja. Die Mitwirkung kann z. B. musikalisch, mit einer Ansprache oder in einem Gebet für den Täufling geschehen. Fragen Sie ihren Pfarrer nach den örtlichen Möglichkeiten.



Kindergarten und Taufe

Ist mein Kind ohne Taufe bei der Vergabe der Kindergartenplätze in einem kirchlichen Kindergarten benachteiligt?
In der Regel nicht. Die Vergabe der Kindergartenplätze richtet sich nach anderen Kriterien.

Darf mein Kind auch ohne Taufe einen kirchlichen Kindergarten besuchen?
Ja. In kirchlichen Kindergärten sind z. B. auch Kinder aus anderen Religionen.

Sind die Preise für getaufte und ungetaufte Kinder in einem kirchlichen Kindergarten gleich?
Ja, die Preise sind in der Regel für alle Kinder gleich.