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Monatsspruch

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich. (1. Korinther 6,12)
Es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung. So knapp und klar lässt sich der Monatsspruch zusammenfassen. Ist er wirklich so klar? Wie steht es um die Freiheit im Glauben? Da gibt es Gebote und Verbote zuhauf, oder?
Paulus hat damit schon vor 2.000 Jahren aufgeräumt. Ihm ging es um die Regeln des jüdischen Glaubens, mit denen sich auch Jesus auseinandergesetzt hat. In dieser guten Tradition schrieb Martin Luther 1.500 Jahre später „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Da heißt es zu Beginn: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan.“ Doch direkt darauf folgt: „Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“
Das schränkt die Freiheit nicht ein. Ich kann – um im Bild zu sprechen – auf dem „Mach-was-du-willst-Weg“ oder auf dem „Spaß-Boulevard“ gehen, doch gut ist es nicht. Weil dann vielleicht etwas Macht über mich bekommt, das nicht zum Guten dient. Der „Vorschriften-Weg“ und die „Tu-was-man-dir-sagt-Straße“ sind keine Alternativen, verliere ich auf ihnen doch die Freiheit; gut, dass es eine Alternative gibt. Die „Gasse zum Guten“. Nicht immer einfach, sie zu finden. Möglich, dass ich mich verlaufen. Doch das ist kein Problem. All diese Wege sind keine Einbahnstraßen. Umkehr ist immer möglich. Sich zu verlaufen, ist allemal besser, als ständig auf einem Platz zu verharren. Christ zu sein, heißt Bewegung.
 Michael Tillmann