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Angedacht

Ein Tabernakel – darauf zu sehen eine Darstellung der Verkündigung des Herrn, als der Engel Gabriel nach Nazareth zu Maria kommt und ihr eine Schwangerschaft und die Geburt Jesu ankündigt. Für mich immer noch eine der entscheidenden Situationen der Weltgeschichte. Was wäre gewesen, hätte Maria nicht Ja gesagt, wenn sie sich also so verhalten hätte, wie es zu erwarten gewesen wäre. Doch Maria hat Ja gesagt: Eine außergewöhnliche Situation, ein außergewöhnliches Anliegen, eine außergewöhnliche Antwort.

Warum aber die Verkündigung des Herrn auf einem Tabernakel? Und diese Kombination ist gar nicht so selten. Zunächst einmal: Das, was wir im Tabernakel verehren, nimmt seinen Ursprung am Fest der Verkündigung des Herrn. Der Leib Christi – nicht denkbar ohne Empfängnis, ohne Schwangerschaft und Geburt.

Für mich gibt es aber noch eine weitere, tiefere Verbindung. Das, was wir im Tabernakel verehren: Der Leib Christi, unser Gott in einem Stück Brot, dass wir ihn verzehren, in uns aufnehmen – das ist auch keine Selbstverständlichkeit. Das ist bei jeder Abendmahlsfeier, in jeder Eucharistie ein Moment Weltgeschichte. Das zu glauben, ist nicht einfach, verlangt mein, verlangt unser Ja. Auch hier: Eine außergewöhnliche Situation, ein außergewöhnliches Anliegen, eine außergewöhnliche Antwort.