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Angedacht

Geschichte einer Nacht

Schwäche und Verzweiflung, Hingabe und Vertrauen – das alles kennzeichnet die Nacht vom Gründonnerstag auf den Karfreitag. Die Nacht nach der Feier des Letzten Abendmahls, die Nacht im Garten von Gethsemane. Ein Teil der Jünger bleibt zurück; nur die, die Jesus schon auf den Berg der Verklärung begleitet haben und bei der Auferstehung der Tochter des Jairus dabei waren – Petrus und die Brüder Jakobus und Johannes – nimmt er mit sich. Obwohl sie Zeugen großartiger Momente geworden sind, sind sie der Herausforderung dieser Nachtstunden nicht gewachsen und schlafen ein. Mahnung bis heute: Bleibt bei mir und wacht mit mir. Wachsam zu sein gegen die eigene Schwäche und die Versuchungen der Welt. Und denen beizustehen in Angst und Verzweiflung. Wie Jesus in dieser Nacht. Die Schilderungen der Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas zeigen Jesus in nicht gekannter Intensität als Leidenden an der Seite aller Gequälten – mit allen menschlichen Aspekten: Aufgeben zu wollen, um Rettung zu flehen. Doch die Nacht endet nicht damit. Jesu Verzweiflung endet nicht damit. Durch Hingabe wandelt er Verzweiflung in Vertrauen, die Zweifel an seinem Vater in Vertrauen zu seinem Vater. Dein Wille, nicht mein Wille geschehe. Unendlich schwierig und dennoch auch für uns ein gangbarer Weg in allem Elend.