Startseite | Hier sind wir | Inhaltsverzeichnis | Links | Spenden | Ihre Meinung | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | Öffnungszeiten unserer Kirche

Schwerpunkt


„Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig.“ So heißt es im sechsten Kapitel des Markusevangeliums (Verse 30-31a). Jesus hatte die Jünger ausgesandt, die frohe Botschaft zu verkünden und den Menschen zu helfen. Sie kehren zu Jesus zurück. Der schickt sie nicht gleich wieder los, sondern als guter Seelsorger und Heiland sieht er, was sie brauchen: Ein wenig Ruhe. Lese ich diese beiden Verse in die heutige Zeit hinein, finde ich mehreres bemerkenswert. Ich kann meine Tätigkeit im Licht Jesu betrachten, auch mich als Gesendeter zu den Menschen verstehen, um in Wort und Tat Zeugnis abzulegen. Das gilt für jede Tätigkeit: Sei es im Rahmen der Kirche, in einem sozialen Beruf, in einem Büro oder in einer Fabrik – überall kann ich so arbeiten, dass ich Zeugnis gebe von Gottes Liebe, hauptamtlich oder ehrenamtlich. Jedes Wirken in der Welt kann auch Einsatz für das Reich Gottes sein; Christ bin ich nicht nur am Feiertag.

Doch ich darf – und das ist das Zweite – auch Pause machen, mir eine Auszeit nehmen. Mehr noch: Jesus fordert mich ausdrücklich dazu auf. Weil er weiß, dass kein Mensch dazu geschaffen ist, permanent zu funktionieren. Gott hat uns geschaffen als Wesen, die auch Ruhephasen brauchen. Dieses Bedürfnis nach Auftanken ist kann Mangel an uns, sondern macht uns erst vollständig.

Und wie die Arbeit Zeit mit Gott ist, so auch die Ruhe: „Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig“: Auszeiten als Einladung zur Gemeinschaft mit Gott ohne Hast, ohne Ablenkung. Gar nicht so einfach, doch sehr wertvoll.