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Angedacht

Der 12. oder 13.

Der zwölfte oder der dreizehnte Apostel wird er genannt und sein Grab ist das einzige Apostelgrab in Deutschland ( in St. Matthias in Trier), sogar nördlich der Alpen. Die Rede ist vom Apostel Matthias, dessen Fest die Kirche am 24. Februar feiert.

Warum der zwölfte oder sogar der dreizehnte Apostel? Weil Matthias nicht von Anfang an zum Zwölferkreis der Apostel gehörte. Von seinem Leben ist kaum etwas bekannt. Wahrscheinlich lernte er Jesus in jungen Jahren kennen und gehörte vielleicht zum erweiterten Jüngerkreis; zu den 70, die Jesus laut Lukasevangelium (10,1) zur Verkündigung des Reiches Gottes aussandte. In den vier Evangelien suchen wir seinen Namen vergebens. Erst in der Apostelgeschichte ist von ihm die Rede. Per Losentscheid wird er berufen, den zwölften Platz im Apostelkreis einzunehmen, der durch den Verrat und den Tod des Judas frei geworden war (Apostelgeschichte 1,26). Doch warum wird er auch der dreizehnte Apostel genannt? Weil ihm in der altkirchlichen Überlieferung Paulus, der von Jesus selbst vor Damaskus berufen worden war (Apostelgeschichte 9), den zwölften Platz „streitig machte“.

Nur bei seiner „Wahl“ wird Matthias in der Bibel namentlich erwähnt. Wenn die Kirche dennoch sein Fest feiert, dann feiert sie mit ihm – so sehe ich es – all die namenlos gebliebenen Christinnen und Christen, ohne die die Verbreitung des Glaubens unmöglich gewesen wäre – und unmöglich ist. In den Anfängen der Kirche, durch zwei Jahrtausende hindurch, in der Gegenwart und in der Zukunft.