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Angedacht

Füreinander und miteinander

Eine Heimsuchung ist laut online-Wörterbuch ein „Schicksalsschlag, der als Prüfung oder Strafe von Gott empfunden wird“. Eine Heimsuchung wird auch im allgemeinen Sprachgebrauch als etwas Negatives empfunden. Umso erstaunlicher, dass die Kirche am 2. Juli ein Fest feiert, das im Deutschen „Mariä Heimsuchung“ heißt. Der lateinische Name lautet neutraler „visitatio Mariae“ – Besuch Mariens, denn im Mittelpunkt des Festes steht der Besuch der schwangeren Maria bei ihrer ebenfalls schwangeren Verwandten Elisabeth, wie ihn der Evangelist Lukas schildert (Lukas 1,39-56).

Dieser Besuch war für beide Frauen kein Schicksalsschlag, sondern ein Segen. Maria fand mit ihrer unverhofften Schwangerschaft Verständnis bei Elisabeth, die ähnlich Unerwartetes erfahren hatte; Elisabeth fand in Maria eine Hilfe in der Zeit der fortgeschrittenen Schwangerschaft.

Füreinander da sein und miteinander Gottes Eingreifen bedenken und auch loben. Elisabeth begrüßt Maria mit den Worten: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes“, worauf Maria mit ihrem großen Loblied, dem Magnifikat, antwortet.

Die Begegnung von Maria und Elisabeth – Prototyp für jede christliche Begegnung: Füreinander da zu sein und miteinander Gott hineinnehmen in das Leben mit allen Licht- und Schattenseiten.