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Kreuz und Quer

Nicht ins Feiertagsloch fallen

Feiertags-ökonomisch betrachtet, ist das Kirchenjahr misslungen. Beginnend am ersten Advent häufen sich alle Feste – von Weihnachten über Ostern bis hin zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten – in den ersten sechs Monaten des Kirchenjahrs. Mit dem Trinitatisfest am Ende des letzten Monats begann die festarme Zeit; und seien wir ehrlich, viel unterscheidet diesen Sonntag nicht von den nun folgenden Sonntagen, die sehr profan die „Sonntage nach Trinitatis“ heißen. Arbeitnehmer und Schulkinder wissen es: Bis zum ersten Weihnachtstag gibt es keinen bundesweiten arbeitsfreien kirchlichen Feiertag mehr; salopp könnte ich sagen: die Party ist aus, jetzt ist Alltag angesagt. Und Alltag – das schmeckt irgendwie nach grauem Einerlei, nach Arbeit; im Alltag kann ich die Orientierung, den Halt, mich selbst verlieren. Ich falle ins Feiertagsloch.

„Er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen.“ Das sagen die Engel am Grab vom auferstandenen Jesus. Galiläa steht, anders als Judäa mit Bethlehem und Jerusalem, den Orten von Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten, für den Alltag. Die Jünger im Alltag zurück, weil mit Ostern, um die Formulierung noch einmal aufzugreifen, die Party vorbei ist? Nein, Jesus selbst schickt die Jünger nach Galiläa, in den Alltag und – er erwartet sie dort, er geht ihnen voraus. So dürfen auch wir uns von Jesus in den Alltag geschickt wissen und darauf vertrauen, dass er uns gerade dort erwartet. Die folgenden Monate sind eine festärmere Zeit, aber keine Gott-lose.