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Angedacht

Ein kleiner Türgriff, der viel erzählt

Eine Kirchentür mit einem Türgriff. Ohne diesen Türgriff könnte ich die schwere Tür nicht öffnen, käme nicht in die Kirche hinein. Eine Hand hält mir den Griff entgegen. Als ich diesen Türgriff gesehen habe, kam mir die Frage in den Sinn: Wer ist es, der mir den Griff entgegenhält, dass ich eintreten kann in Gottes Haus? Und die Antworten waren erstaunlich vielschichtig.

Zunächst ganz praktischer Natur: Da braucht es einen Küster, eine Küsterin, die die Kirche öffnen; und Ehrenamtliche, die eine Öffnung der Kirche außerhalb der Gottesdienstzeiten möglich machen, weil sie ein Auge auf die Kirche haben. Da braucht es Kirchenvorstände und Kirchenleitungen, die sich für den Erhalt und die Finanzierung des Gotteshauses einsetzen. Es braucht eine lebendige Gemeinde, damit die Kirche nicht geschlossen oder gar aufgegeben wird. Doch es gibt auch Antworten, die darüber hinausgehen. Wer hat in mir den Wunsch geweckt, überhaupt in die Kirche zu gehen, den Türgriff zu drücken? Meine Eltern und Paten fallen mir ein, Katecheten und Religionslehrerinnen – alle haben mir den Glauben nahegebracht und durch ihr Leben die Liebe zu Gott geweckt und wachgehalten.

Und last, but not least ist es Gott selbst, der mir den Griff entgegenhält. Er ist Grund und Ziel, überhaupt kommen zu wollen Er lädt mich ein, zu ihm zu kommen.

Wenn so viele sich bemüht haben und weiter bemühen, dass auch ich komme und eintrete, dann mache ich mich doch gerne auf den Weg.

 

Michael Tillmann