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Schwerpunkt


Die Auferstehung Christi gerät in den Hintergrund; sein Abschied in der Himmelfahrt drängt in den Vordergrund. So lässt sich der Monat Mai in den gottesdienstlichen Texten skizzieren. Das Foto bringt es symbolisch zum Ausdruck: Der Engel mit der Auferstehungsbotschaft „dreht uns den Rücken zu“, wandelt sich zum Engel, der zum Himmel weist, wohin Jesus entschwunden ist. Ein wenig spiegelt das auch das Lebensgefühl vieler im Mai wieder: Ostern scheint lange vorbei, der Alltag hat uns wieder im Griff, da ist der Feiertag Christi Himmelfahrt eine willkommene Abwechslung.

Ich glaube, da ist es wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen: Im gesamten Mai leben wir noch in der österlichen Zeit, die – vom Kirchenjahrskalender her betrachtet – erst mit dem Pfingstfest im Juni endet. Das Ostergeschehen, die Auferstehung Jesu, die Überwindung des Todes durch das Leben – auch als Perspektive für unser eigenes Leben – brauchen und haben Zeit sich zu entfalten.

In der Apostelgeschichte des Lukas sagen zwei Engel zu den Jüngern nach der Himmelfahrt Christi: Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Als Christen stehen wir mit beiden Beinen im Hier und träumen uns nicht in den Himmel. Und wir stehen im Jetzt und träumen uns nicht ins Jenseits. Hier und jetzt möchte die Auferstehung unser Leben verändern und prägen, nicht erst bei unserem Tod. Die Hoffnung der Auferstehung kann mich in meinem Alltag entlasten, gelassener und fröhlicher machen, weil ich vertrauensvoll leben kann. Daran darf ich mich in der Osterzeit und darüber hinaus erinnern.