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Monatsspruch Januar

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren. (5. Mose 5,14)

Vor sechzig Jahren forderten die deutschen Gewerkschaften – letztlich mit Erfolg – die Fünf-Tage-Woche. Der männerfixierte Slogan ist der damaligen Wirklichkeit im Wirtschaftsleben geschuldet. Vor dem Hintergrund des Monatsspruches möchte ich ihn dennoch aufgreifen und weiter denken: „Samstags gehört Vati mir, und sonntags gehören wir unserem Vater im Himmel“.

Die Sonntagsruhe ist ein Gebot Gottes und ein Gut für die Menschen, das heute mehr denn je bedroht ist und sowohl den Profitwünschen des Einzelhandels wie den Konsumgewohnheiten vieler Menschen weichen soll. Diese Aushöhlung des Sonntagsgebotes möchte ich nicht stillschweigend und unwidersprochen hinnehmen. Der amerikanische Pastor Max Lucado sagt dazu: „Gott gönnte sich Ruhe, nachdem er sechs Tage gearbeitet hatte – und die Welt brach nicht zusammen. Was gibt uns Grund zu meinen, sie würde zusammenbrechen, wenn wir uns ausruhen?“

Die Feiertagsheiligung hat zwei Wurzeln; die erste reicht zurück bis in die Schöpfungserzählung. Im ersten Schöpfungsbericht heißt es: „Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von all seinen Werken.“ (1. Mose 2,3). Den Tag der Ruhe, nicht die Tage der Schöpfung segnete und heiligte Gott; es war auch der erste volle Erdentag des Menschen. Mit der Ruhe beginnt das Leben.

Die zweite Wurzel der Feiertagsheiligung ist die Auferstehung Jesu. Sie soll nicht untergehen in der Hektik von Arbeit und Konsum. Nicht durch sein Wirken, sondern durch die Gnade Gottes ist der Mensch gerettet. Deshalb ist für Christen auch der Sonntag der erste Tag der Woche. Die Ruhe und die Konzentration auf das erlösende Heilshandeln Gottes stehen am Beginn.