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Monatsspruch Juli

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jakobus 1,19)

Vor allem Reden und vor allem Tun steht das Hören. Das Hören auf Gottes Wort, das Hören auf das, was andere Menschen sagen, das Hineinhören in mich selbst. Hören gilt heute oft als ein passives Aufnehmen dessen, was an Stimmen und Geräuschen von außen auf mich einwirkt. Das Hören, von dem der Jakobusbrief schreibt, ist dagegen ein aktives Hören, ein Horchen und Bedenken und Abwägen. Verstehe ich Gottes Wort richtig oder so, wie ich es verstehen möchte? Was andere Menschen mir sagen, muss ich prüfen und bejahen oder verwerfen. Was höre ich aus mir selbst heraus: die Stimme des Gewissens oder meiner Wünsche? Schnell zum Hören zu sein, heißt für mich, zunächst immer bereit zu sein zuzuhören und mir dafür Zeit zu nehmen. Deshalb komme ich erst langsam zum Reden und zum Tun. Denn so verstehe ich den Monatsspruch schon, dass es mit dem Hören alleine nicht getan ist. Wenige Verse später heißt es im Jakobusbrief: Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, sonst betrügt ihr euch selbst (Jakobus 1,22). Gar nicht oder nur wenig zu hören, ist genauso falsch wie nur zu hören. Auf das rechte Hören kommt es an, aus dem das rechte Reden und das rechte Tun erwachsen.

Ich muss mir das immer wieder in Erinnerung rufen, denn beides sind große tägliche Versuchungen: Vorschnell und gedankenlos zu reden und zu handeln genauso wie „auf Durchzug zu stellen“, zu hören ohne zu hören, zu plappern, ohne etwas zu sagen, die Hände in den Schoß zu legen, anstatt zu handeln.