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Monatsspruch

Mose sagte: Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet! (2. Buch Mose 14,13)
Ein zeitlos gültiger Satz. Mose sagte ihn am Schilfmeer. Jesus kann ihn im Licht des Ostermorgens sagen. Gott sagt ihn heute zu dir und zu mir. Doch kann ich dem Satz auch Glauben schenken? Dass ich mich nicht mehr fürchte, weil Gott mich rettet? Weil Gott die Menschheit rettet? Kann ich dem Satz so glauben, dass er die Angst verscheucht vor Krieg und Krankheit, vor dem Tod? Ehrlich geantwortet: Mal ja, mal nein. Manchmal packt mich eine innere Panik, da wird alle Zuversicht weggeschwemmt, wie es die Ägypter im Schilfmeer mit sich reißt. Doch mit dieser Erfahrung bin ich nicht allein: Petrus und die Apostel haben das erfahren. Jesus selbst hat es am Kreuz erfahren und seine Gottverlassenheit herausgeschrien. Der erste Schritt, wieder Halt zu finden: Mich meiner Zweifel nicht schämen, sie akzeptieren. Und im Gebet vor Gott bringen. Wie Jesus am Kreuz, der seine Gottverlassenheit Gott entgegenschreit. Den zweiten Schritt finde ich in den Worten des Moses: Stehenbleiben und hinschauen. Für mich übersetzt: Zur Ruhe kommen und mir die Rettungs-Erfahrungen des eigenen Lebens vor Augen führen. Und vor Augen führen, wie Gott immer wieder Menschen gerettet hat. Die Heilige Schrift erzählt davon. Die Biografien vieler Menschen erzählen davon. Gott rettet. Die Mauer des Leids und des Todes ist durchbrochen – hin zum Leben, hinein ins Paradies. Darauf vertrauend, schwindet die Furcht. Gott rettet. Auch heute.
 Michael Tillmann