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Monatsspruch November

Gott spricht: Meine Wohnung soll unter ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. (Hesekiel 37,27)

Gott mitten unter uns – stimmt das denn? Müsste die Welt nicht anders aussehen, wenn Gott schon in ihr wohnen würde? Diese Frage ist oft zu hören – und sie darf nicht leichtfertig „vom Tisch gewischt werden“. Denn in dieser Frage versteckt sich eine tiefe Sehnsucht, dass diese Welt mit all ihren Schrecken geheilt wird. Eine Sehnsucht, die auch den Propheten Ezechiel erfüllte. Schon 598 v. Chr. war er nach Babylon deportiert worden und sehnte sich, mit dem Volk Israel in die Heimat zurückkehren zu können.

Obwohl so viel gegen Gottes Gegenwart in dieser Welt spricht, glaube ich dennoch, dass er unter den Menschen wohnt. Unzählige Menschen erfahren Gottes Nähe im Gebet und im Gottesdienst, im Miteinander mit anderen, das geprägt ist von Liebe und gegenseitiger Hilfe. Ich persönlich könnte nicht leben mit einem Gott, der abwesend wäre; schmerzhaft genug sind die Zeiten, in denen ich seine Gegenwart nicht erfahre.

Doch das Reich Gottes ist noch nicht vollendet. Mit Jesus Christus – mit seiner Menschwerdung, mit seinem Wirken und in seinen Worten, durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen – hat es unter den Menschen begonnen. Doch es ist noch nicht vollendet. Diese Vollendung liegt nicht in der Hand des Menschen. Dafür wird Gott Sorge tragen, darauf darf ich vertrauen.

 

Peter Kane